Café Nepomuk – legendär lecker

Café Nepomuk – legendär lecker

Gefühlt gibt es das Nepomuk, mit dem gleichnamigen Drachen überm Portal, schon immer.

In der Erinnerung war das Speisecafé auch immer „anders“. Überzeugend anders. Im Sinne von: nicht uniform. Eben offen, bunt, politisch, tolerant. Bis auf die Küche. Die war schon immer Nepomuk. Von Anfang an in der Burgstraße mit vielen vegetarischen und veganen Gerichten, neben unverwüstlichen Klassikern, Fleisch- und Fischgerichten und einer sehr tief verwurzelten Weltküche. Die Feinabstimmung bleibt den jeweiligen Küchen-Charakteren überlassen.

Auch das ist ein Teil vom kooperativen Konzept. weiterlesen …

© Foto: Nepomuk

Die Grundrezepte zu Falafel, handgemachten Maultaschen, Gemüsecurry, Seitan Gyros oder Linsen Bolognaise haben teils Gründertradition. Brühe und Soßen werden in der weitläufigen Casino-Küche klassisch angesetzt, mit handgeschnibbelten Zutaten. Die Range an mit Maisstärke oder Sahne gebundenen Suppen steht auch für den gehobenen Anspruch ans Food-Saving: Lebens-Mittel werden bis zum letzten frischen Strunk verarbeitet. Eine Frage der Wertschätzung und eigentlich ziemlich schwäbisch korrekt.

Die kurzen Lieferwege münden gerne in der Landwirtschaft am Gaißbühl (eine Einrichtung der Bruderhaus-Diakonie in Reutlingen). Regional, saisonal, machbar ökologisch und mit ziemlich viel handwerklichem Aufwand sind seit Bestehen der Kooperative verantwortlich für den durchgehend authentischen Geschmack – zu immer noch sehr sozialen Preisen. Warum in aller Welt sollte sich daran etwas ändern?!

© Foto: Nepomuk
© Foto: Nepomuk

Die kulinarische Vielfalt kommt über den raffiniert zubereiteten (rein vegetarischen) Mittagstisch und neue Saisonkarten ab April.

Ganz besonders: Im Nepomuk fühlen sich querbeet und miteinander alle Generationen und alle Einkommens-Schichten zuhause. Auch das war und ist im ehemaligen WG-Viertel Unter den Linden gelebte Philosophie. Reutlingens erste Punk-Band „Noch zwei Töchter“ wohnte hier früher gleich um die Ecke. Dünkel bleibt vor dem Gartenzaun. Kein Ort für Hektiker. Kinder lieben ihre Freiheit und ausgemachte Kaffee-Onkels die wunderschön hergemachten Kuchen und Torten. Mehrmals die Woche wird im Nepomuk frisch gebacken, aus reinem Dinkel und mit hochwertigen, ausgewählten Zutaten. Vom neu formierten Backteam. Das bleibt auf jeden Fall spannend.

Beschlossene Sache ist der halbe Teller für Senioren. Take-away wird mit oder ohne Heiner Lauterbach behalten. Obwohl der zusätzliche Service ganz ohne Laufkundschaft alles andere als ein Kassenschlager ist. Wer die eigene Schüssel mitbringt kriegt 5 Prozent Rabatt. Das Nepomuk – längst mehr als Café – setzt mehr denn je auf die Begegnung unter Menschen. Mit Frühstücksbuffet, reinrassigen Cocktails und offener Kleinkunst.

© Foto: Nepomuk
© Foto: Nepomuk

Die Drachen-Lounge, draußen im Garten unter der großen alten Linde, hat ganzjährig Saison: mit Wildkräutergarten, Lampignons und gelegentlich Feuerschale. Die Selbstbedienung ist dem Personalmangel im Service geschuldet. Auch sonntags ist momentan leider zu.

Mit der nächsten Generation überzeugter Kollektiv-Gastronomen lebt die Basisdemokratie im Reutlinger Modell weiter. Auch dank der überwältigenden Spendenbereitschaft einer Klientel, die mit Corona Cent und Euro auf die Theke gehäuft hat – als Dankeschön für eine andere Zeit.

© Foto: Nepomuk
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